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Hallo...

... kennt ihr mich noch? Ich war ja schon ewig nicht mehr hier. Erst Schule, dann Istanbul, jetzt Seminararbeit und die ersten Referate und Klausuren... Deshalb überlege ich mir, ob ich meinen Blog hier in einen Vlog auf Youtube umändere. Channel hab ich schon...

6.10.13 15:37, kommentieren

Schrecklich...

... ist noch nicht mal annähernd das Wort, das ich benutzen würde, um heute zu beschreiben. Erstens war der erste Schultag und uns wurde jedes Mal gesagt, dass wir jetzt richtig reinhauen müssen. Zweitens hat es geregnet und ich war mit dem Roller unterwegs. Und natürlich hatte ich einen Unfall. Ich bin ausgerutscht, als ich um eine Kurve wollte. Hinten rechts ist jetzt mein Roller ziemlich verkratzt, mein Arm tut verdammt weh und ich hab da jetzt einen Verband dran, mein Kopf hämmert immer noch und mein Knie fühlt sich an, als ob es ein einziger blauer Fleck wäre. Aber meine Mutter sagt natürlich, dass man deswegen nicht mal daran denken müsste, zum Arzt zu gehen. Ja. Geiler Tag, ne?

12.9.13 19:50, kommentieren

Kleiner Nachtrag.

Ich habe das am Donnerstag, Freitag und Samstag geschrieben.

8.9.13 21:57, kommentieren

Dennis.

Stimmt, ich wollte noch von Dennis erzählen. Meinem Tauchlehrer, den ich im Urlaub kennengelernt habe, und der jetzt 8923 km von mir entfernt in Playa del Carmen ist. Ich hab da schon was vorbereitet. Ist zwar etwas Liebesgeschichten-like, aber ist ja mein Blog. Hier ist also die Geschichte: Ich erinnere mich noch genau an den ersten Tag, als ich ihm begegnet bin. Ich war mit meinen Eltern im Sommerurlaub in Playa del Carmen, Mexiko. Ich hatte geplant, dass dies mein letzter Urlaub mit meinen Eltern sein sollte. Wir waren schon ein paar Tage da und ich war sauer, weil wir den ganzen Tag nur am Strand rumlagen und nichts gemacht haben. Da kam er. Mit nassen, strohblonden und etwas zu langen Haaren, die ihm ins Gesicht hingen, seinem gelben Padi-Shirt, der blauen, knielangen Hose und einem roten Block unter dem Arm. Er hat versucht meiner Mutter und mir - mein Vater war im Meer - Schnorcheln schmackhaft zu machen mit dem Angebot, dass wenn wir seinen Namen erwähnen würden, wir einen Rabatt bekommen könnten. Alles sehr freundlich, weswegen ich mich heute noch schäme, weil ich ihm nicht gerade nett gesagt habe, dass wir kein Interesse hätten. Er hat uns dann noch mit einem Grinsen einen schönen Tag gewünscht und ging weiter. Es waren ja schließlich noch andere Gäste am Strand, die womöglich schnorcheln wollten. Erst später wurde mir klar, dass ich mich sofort Hals über Kopf in ihn verliebt hatte. Ein paar Tage später wurde es mir dann so langweilig, dass ich meinem Vater sagte, dass wir jetzt dieses gratis Probe-Tauchen mitmachen würden. Er hat sich anfangs noch geziert, hat aber doch mitgemacht. Und wen hab ich im Pool wiedergetroffen? Dennis. Der mich nicht wiedererkannte. Dann behielt er mich aber in Erinnerung, weil er es so lustig fand, dass der englische Name meines Vaters, Michael, wie mein Name klang. Maike. Alles lief super, dann fragte er uns, ob wir denn an einem Kurs interessiert wären, weil wir ja soo gut waren anscheinend. Ich war sofort Feuer und Flamme dafür, den großen Kurs zu machen. Das würde nämlich bedeuten, dass ich mehr Zeit mit ihm verbringen würde. Mein Vater war da eher nicht so dafür, weil er nämlich auch nicht ganz billig war. Über 500 $ pro Person. Aber dafür waren 5 Pool-Sessions, das Lehrbuch und 4 weitere Tauchgänge im offenen Wasser inklusive. Das bedeutete, dass ich drei Tage lang die meiste Zeit mit ihm verbringen konnte. Klar konnte ich unter Wasser nicht wirklich sein Gesicht betrachten, da die Maske drüber war, aber dafür nützte ich jede freie Sekunde über Wasser ihn anzuschauen und mich weiter in ihn zu verlieben. Sekunde für Sekunde, Minute für Minute. Er war für mich das Beispiel, wie ein normaler Mann trotzdem wunderschön sein kann. Am selben Abend wie das Probe-Tauchen wurde es mir dann bewusst. Es war Samstag. Wir würden in exakt einer Woche fliegen. Es war wieder einmal typisch für mich, mich in den Mann zu verlieben, den ich nie wieder sehen würde. Und so gut im "Über Gefühle sprechen" bin ich auch nicht - ich bin miserabel darin. Da sag ich lieber gar nichts darüber. Wäre ja auch nur peinlich. Ich heulte mir an diesem Abend der Erkenntnis die Augen aus dem Kopf. Nie wieder würde ich ihn sehen. Nie wieder. Wir zogen also den großen Kurs durch und ich hatte Zeit ihn mir einzuprägen, damit ich ihn niemals vergessen könnte. Auch nach dem Tauchkurs, der am Dienstag leider schon zu Ende war, brachte ich meinen Vater dazu, weitere Tauchgänge zu buchen. Nur damit ich mehr Zeit mit ihm verbringen könnte. Leider waren aber die Gruppen zu groß, als dass ich mich mit ihm hätte unterhalten können. Am Donnerstag saß ich aber ENDLICH neben ihm auf dem Boot und ich hab mich mit ihm unterhalten können, ohne über das ganze Boot hinwegbrüllen zu müssen. Ich könnte ihm eine ganze Nacht die Ohren zu quatschen. Nur damit er mit mir reden würde, lachen, wenn ich etwas Lustiges oder Dummes von mir geben würde, mir seine Geräusche anhören, die er ständig macht wenn er redet. Ihn anschauen. Mir bewusst werden, dass er Zeit mit MIR verbringt, weil er es will. Ich stellte mir andauernd vor, dass er völlig außer Atem vor meiner Zimmertür stehen würde, die ich ihm dann überrascht öffnen würde, und nachdem ich ihn gefragt hatte, was er denn hier will, würde er einfach in die Tür treten, mein Gesicht in seine Hände nehmen und dann seine Lippen auf meine legen und mich so küssen, als ob ich seine Droge wäre, ohne die er nicht leben kann. Diese Fantasie hat sich schon in ganz andere Richtungen gesponnen. Zum Beispiel, dass er sofort auf die Knie fallen und mir einen Heiratsantrag machen, wir am nächsten Wochenende nach Vegas fliegen würden und heiraten. Es kann aber auch in die ganz andere Richtung gehen, dass ich ihm die Tür aufmache und er völlig verzweifelt und schweißüberströmt vor mir steht und ihn reinlasse, er mir dann erklärt, wie sehr er mich liebt und, dass er ohne mich nicht leben kann. Ich würde ihm aber sagen, dass zuhause mein Freund auf mich warten würde (Ich habe keinen Freund. Ist alles nur Fantasie.) und ich niemanden betrügen würde. Er würde dann wieder geknickt und mit fast gebrochenem Herzen gehen. Nach ein paar Sekunden würde ich ihm aber hinterher laufen, ihm fast in die Arme springen, ihn unter Tränen küssen und ihm sagen, dass ich genauso empfände wie er. Natürlich regnet es dabei. Aber das passiert nie. Er klopft nie an meiner Tür. Ich war am Donnerstag Abend noch spazieren und war auf einmal vor dem Divecenter. Ich schrieb " I <3 Dennis" an das Whiteboard, wo normalerweise die Tauchgänge aufgeschrieben und erklärt werden, und wischte es aber sofort wieder weg. Nicht, dass es jemand noch sieht. Ich hab mich dann auf die Bank davor gesetzt und hab mir überlegt, wie oft er mich mit seinem Spezial-"Kleiner Junge"- Grinsen angeschaut hat, wie oft ich ihn dabei erwischte, wie er mich insgeheim beobachtete, wie oft er mich berührte, wie er mir immer mit einem Lachen half, wenn ich die Pressluftflasche nicht aufbekam, wie er sich Donnerstag auf dem Boot neben mich setzte, und sich automatisch nach mir umdrehte und mich anlächelte. An sein womöglich letztes Lächeln an mich Donnerstag Nachmittag. Es ist jetzt Donnerstag Nacht. Ich sitze hier und tippe diese Geschichte mit klopfendem Herzen, das sich ziemlich schwer anfühlt, und Tränen in den Augen. Seine Eltern kommen morgen und er hat sich von der Arbeit freigenommen, damit er mit ihnen tauchen gehen kann. Ich bin morgen den halben Tag in Cozumel. Also eigentlich weit weg von ihm. Wenn er überhaupt morgen früh noch arbeitet, und seine Eltern erst nach Mittag kommen, bin ich schon drüben, weil unsere Fähre um 8 Uhr fährt. Wir kommen dann um 14 Uhr mit der Fähre zurück. Und dann am Samstag fliegen wir schon. Wir werden um 12:40 Uhr in der Lobby abgeholt. Ich werde keine Zeit mehr haben, noch einen Tauchgang mit ihm zu machen, wenn ich ihn überhaupt noch sehe. Ich habe ihm noch nicht mal Tschüss und Danke gesagt, ihm nicht Viel Spaß mit seinen Eltern gewünscht, ihm nicht gesagt, dass ich hoffe, seinem Ohr geht es bald wieder besser, und ich habe ihm nicht gesagt, was ich tatsächlich für ihn empfinde. Und jetzt sehe ich ihn wahrscheinlich nie wieder. Nie wieder. Freitag Ich habe mir die ganze Nacht die Augen aus dem Kopf geheult. Ich kann es einfach immer noch nicht fassen, dass ich den Mann, in den ich mich auf den ersten Blick Hals über Kopf verliebt habe - und ich meine wirklich verliebt, nicht so wie früher immer -, nie wieder sehen sollte. Sein letztes Lächeln an mich hat sich wahrscheinlich auf ewig in meinen Schädel eingebrannt. Mein Herz wird immer ganz schwer, wenn ich daran denke, diesen wunderbaren Mann nie wieder sehen zu können. Den holländischen Prinz. Mein Prinz. Man kann nicht sagen, dass er auf einem weißen Pferd in glänzender Rüstung zu mir kam. Ich spüre immer noch die Schmetterlinge, wenn ich an unsere erste Begegnung denke. Nein, kein Pferd, keine Rüstung. Barfuß, mit einem roten Block. Danach in seinem Taucheranzug. Ich bekomme auch immer noch eine Gänsehaut, wenn ich daran denke, wann er mich berührt hatte, wann ich ihn berühren durfte, wie froh ich war, wenn ich ihn sehen konnte, wie oft ich einfach nur zufällig am Divecenter vorbeiging um ihn zu sehen. Ich würde am liebsten hier bei ihm bleiben, auch meinen Instructor machen, um noch mehr Zeit mir ihm verbringen zu können. Ich will heute nicht nach Cozumel. Ich möchte am Strand liegen und versuchen, ob ich nochmal mit ihm reden kann. Ihm sagen kann, dass sein Facebook keine Freundschaftsanfragen zu lässt, nur Abos, dass ich ihm Viel Spaß wünsche. Aber ich hab das ja schon geschrieben. Trotzdem wünsche ich es mir von ganzem Herzen. Bitte, Dennis, empfinde genauso wie ich. Ich möchte nicht von noch einem Mann zurückgewiesen werden, vor allem nicht von dir, für den ich jetzt schon so viel empfinde, obwohl ich sowieso von dir getrennt werde durch meine nichtsahnenden Eltern. Warum kann ich denn jetzt nicht schon fertig mit der Schule sein? Dann könnte ich vielleicht hier bleiben und meine Taucherkarriere fortsetzen. Advanced Open Water Diver, Rescue Diver, Instructor, Master Scuba Diver. Und ich könnte mich endlich meinen Gefühlen für dich ganz stellen, weil ich ja nicht wegginge. ENDLICH! Ich war gerade in der Lobby, nur um mal wieder zu sehen, was sich in der Welt außerhalb Playa abspielt, denn es gibt auch nur in der Lobby Internet. Und als ich dann in Facebook war... Da war sie. Die Nachricht von Dennis und ne Freundschaftsanfrage gleich oben drauf. Ich saß da wie ein junges Mädchen, das vor sich hin kichert, weil der Junge, den sie mag, ihr eine Nachricht geschickt hat. Nur, dass ich kein kleines Mädchen bin und er kein Junge. Nein, wir sind Erwachsene. Ich hab ihm endlich alles gesagt, bis auf meine Gefühle. Und wer hat nochmal gesagt, dass 11:11-Uhr-Wünsche nicht in Erfüllung gehen? Ich habe mir gestern gewünscht, dass es heute so regnen soll, dass wir nicht nach Cozumel können. Und es regnet wie aus Strömen und es gewittert ziemlich heftig. Heute ist es also endgültig aus, bevor es überhaupt angefangen hat. Ich werde ihn wirklich nie wieder sehen. Obwohl. Das habe ich gestern und heute Morgen auch schon gesagt, aber ich hab ihn noch mal gesehen, aus der Ferne mit seinen Eltern in der Lobby. Ich hab auch mit Charlotte darüber geredet. Es ist einfach hoffnungslos. Ich werde von allem, was mir im Moment wichtig ist, weggerissen. Hätte ich doch nur mehr Zeit mit ihm verbringen können. Vielleicht hätten es noch ein paar schöne Tage werden können, anstatt diesen letzten Horrortagen. Ihn jeden Tag sehen, und ihm doch nicht alles sagen können. Ihn jeden Tag anlächeln und zusehen, wie er zurückgrinst. Als er mir gestern vor dem letzten Tauchgang die Hand geschüttelt hat, was eine ziemlich peinliche Situation war, war es ihm total peinlich, dass er mit der nassen Hand, die noch von Papa davon nass waren, meine geschüttelt hat. Wie intensiv unser Blickkontakt war. Man hat das Prickeln förmlich spüren können. Ich habe wegen ihm schon so viele Tränen vergossen. Ich weine jetzt schon wieder, wenn ich an sein letztes Lächeln an mich denke. Dieses Bild hat sich für immer und ewig in mein Gedächtnis gebrannt und ich werde ihn nie vergessen können. Ich weiß nur nicht, wie ich ohne Tränen am Flughafen stehen werde können, und wissen, dass ich ihn nie wieder sehen werde. Nie wieder. Er war der erste Mann, in den ich wirklich verliebt war. Alles davor war jugendliche Schwärmerei, nie was Ernsthaftes. Immer nur in die Vorstellung verliebt, dass ich auch mal jemanden abbekommen könnte. Aber ich liebe ihn. Ich liebe ihn.

8.9.13 21:57, kommentieren

Wenn ich am Anfang dachte...

... ich wüsste, wie sich Verwirrung, Verzweiflung und Verliebt sein anfühlt, wurde ich mittlerweile eines Besseren belehrt. Ich hab Andi eigentlich längst vergessen. Ich war vielleicht in die Vorstellung verliebt, dass ich ihn irgendwie rumkriegen könnte, aber ich war nicht in ihn verliebt. Wie es sich anfühlt, wirklich in jemanden verliebt zu sein, aber genau zu wissen, dass absolut gar nichts daraus wird, habe ich erst hier in Mexiko gelernt. Das Dumme ist nur, dass ich morgen wieder nach Hause fliege. Ich such mir ja immer die Besten raus, wo ich die meisten Chancen habe...

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